Macht ein Neubau ein marodes Krankenhaus automatisch sexy?

Kai Hanteln Berater für Prozessorpimierung im Gesundheitswesen

Ich glaube: Nein.  Und genau darüber werde ich nächste Woche beim Gesundheitswirtschaftskongress diskutieren.

Ich freue mich, Teil des Panels „Unser altes Krankenhaus wird sexy“ zu sein.

Meine These ist bewusst provokant:

Wir brauchen nicht überall neue Krankenhäuser.

Wir brauchen neue Prozesse in unseren alten Krankenhäusern.

Denn „alt“ ist nicht das Problem.

Und „klein“ auch nicht.

Das Problem liegt häufig in der Trägerschaft. Es gibt Träger die hohe Gewinne erzielen. Noch immer. Und Träger die hohe Verluste erzielen. Die Regulatorik ist für beide gleich schlimm. Dazu ist unser Gesundheitssystem extrem teuer. Ändern muss sich also etwas.

Ein neues Gebäude löst dabei keine ineffizienten Prozesse.

Es reduziert keine Wartezeiten.

Es macht die Administration nicht automatisch digital.

Und es schafft auch keine wirtschaftliche Grundlage für zukünftige Investitionen.

Was macht ein Krankenhaus wirklich attraktiv?

➡️ Schnelle Termine statt Wartezeiten

➡️ Ambulant vor stationär

➡️ Digital vor physisch

➡️ Weniger Dokumentation und Laufwege für Mitarbeitende

➡️ Effiziente Diagnostik und höhere Bettendrehung

➡️ Vollautomatisierte Administration

➡️ Neue ambulante Geschäftsmodelle und Netzwerke

➡️ Konsequente Orientierung an Wertschöpfung und Outcome

Der Krankenhaustransformationsfonds mit bis zu 50 Mrd. Euro kann eine große Chance sein.

Aber die entscheidende Frage lautet:

Investieren wir damit vor allem in Gebäudestrukturen – oder in die Transformation der Versorgung?

Denn am Ende gilt:

Wer Prozesse verändert, schafft Qualität.

Wer Qualität verbessert, wird attraktiv.

Wer attraktiv und effizient ist, verdient Geld.

Wer Geld verdient, kann investieren.

Das ist für mich der eigentliche Weg:

CREATE VALUE IN HEALTHCARE. Jedes Fördermittelprojekt sollte die Effizienz verbessern. Dafür stehen tolle Lösungen bereit.